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E-Zigarette15.07.2026

Liquid-Arten im Überblick: Shortfill, Longfill, Aroma und Fertigliquid

E-Zigaretteliquidslongfill

Fertigliquid, Shortfill, Longfill oder Aroma? Wir erklären die Liquid-Formate, Mischaufwand, Nikotinzugabe und Geräte-Eignung klar am Tresen.

Verschieden große, unbeschriftete Liquid-Flaschen in unterschiedlichen Füllständen auf einem Holzregal im Gegenlicht – kleine Aromafläschchen neben größeren Shortfill-Flaschen

Am Tresen passiert das fast täglich: Jemand stellt eine kleine 10-ml-Flasche neben eine große 60-ml-Flasche und fragt: „Ist das jetzt beides Liquid?“ Ja — aber nicht im selben Format. Fertigliquid, Shortfill, Longfill und Aroma bestehen im Kern aus ähnlichen Bausteinen, unterscheiden sich aber bei Mischaufwand, Nikotinzugabe, PG/VG-Verhältnis und Geräte-Eignung.

Wenn du Liquids nicht nur nach Sorte auswählst, sondern verstehen willst, was in der Flasche passiert, bist du hier richtig. Nikotinhaltige Produkte sind ausschließlich für Erwachsene gedacht; Nikotin macht abhängig.

Was ist E-Liquid überhaupt?

E-Liquid ist die Flüssigkeit, die im Verdampfer einer E-Zigarette erhitzt und in Dampf umgewandelt wird. Im deutschsprachigen Raum sagst du meist einfach „Liquid“; das „E“ verweist auf den Einsatz in elektronischen Zigaretten.

Die Grundbausteine sind in der Regel überschaubar:

  • PG, also Propylenglykol
  • VG, also pflanzliches Glycerin
  • Aroma
  • optional Nikotin

PG und VG sind die Trägerstoffe. PG ist üblicherweise dünnflüssiger, transportiert Aroma gut und kann den sogenannten Throat Hit, also das Halsgefühl beim Zug, stärker betonen. VG ist zähflüssiger und wird häufig mit dichterem Dampf sowie einem weicheren Zuggefühl beschrieben.

Das technische Detail, das im Alltag viel entscheidet: die Viskosität, also wie dickflüssig dein Liquid ist. Ein kleines Pod- oder MTL-Gerät kommt oft besser mit dünneren Mischungen klar, während sehr VG-lastige Liquids in manchen kleinen Coils schlechter nachfließen können. Genau hier trennt sich „passt schon“ von „warum schmeckt das nach drei Zügen komisch?“.

Wenn du dich zuerst grundsätzlich mit Geräten orientieren willst, passt unser Einstieg zu E-Zigaretten für Einsteiger gut dazu. Unser Liquid-Sortiment und die Beratung dazu findest du im Laden über den Bereich Liquids in Köln.

Was ist Fertigliquid?

Fertigliquid ist komplett angemischt. Trägerstoffe, Aroma und gegebenenfalls Nikotin sind bereits in der Flasche, du füllst es direkt in Tank oder Pod. Für den Einstieg ist das oft die unkomplizierteste Variante, weil du nicht rechnen, auffüllen oder warten musst.

Klassische Fertigliquids kommen häufig in kleinen 10-ml-Flaschen. Typische Nikotinstärken im Handel liegen laut Recherche etwa bei 3, 6, 9, 12 oder 18 mg/ml. Nikotinhaltige Liquids dürfen maximal 20 mg/ml enthalten.

Nikotinhaltige Liquids dürfen nur in Flaschen bis 10 ml verkauft werden. Ob so ein Liquid zu deinem Gerät passt, hängt nicht nur vom Nikotin ab, sondern auch von Zugart, Leistung und Coil.

Was ist Shortfill — und warum ist die Flasche nicht voll?

Shortfill bedeutet: Die Flasche ist größer als der Inhalt. Typisch sind zum Beispiel 60-ml-Flaschen mit 50 ml nikotinfreier, aromatisierter Basis oder 120-ml-Flaschen mit 100 ml Inhalt. Der freie Platz ist dafür da, dass du Nikotinshot oder nikotinfreie Basis ergänzen kannst.

In vielen Fällen sind PG/VG-Verhältnis und Aromadosierung beim Shortfill schon festgelegt. Du entscheidest also vor allem, ob Nikotin hinein soll und womit du auffüllst. Danach wird die Flasche verschlossen und kräftig geschüttelt; dafür taucht häufig der Begriff „Shake & Vape“ auf.

Wichtig: Shortfill ist nicht automatisch für jedes Gerät ideal. Viele Shortfills sind eher VG-lastig, zum Beispiel in Richtung 70/30, und werden häufig in Setups mit direkter Lungeninhalation genutzt. Für klassische kleine MTL-Geräte kann so ein Liquid zu dickflüssig sein und Nachflussprobleme begünstigen.

Auch bei der Nikotinstärke gibt es Grenzen. Weil in der Flasche nur ein begrenzter Platz für Shots bleibt, sind bei vielen Shortfill-Konzepten eher niedrige Nikotinstärken in der Endmischung realistisch. Wenn du deutlich höher mischen willst, ist Longfill oft flexibler.

Was ist Longfill?

Longfill ist eine große Flasche mit nur wenig Inhalt — und dieser Inhalt ist hochkonzentriertes Aroma. Du ergänzt selbst Base und optional Nikotinshots. Typisch sind 60- oder 120-ml-Flaschen, bei denen die Aromamenge fest vorgegeben ist.

Der Vorteil liegt in der Kontrolle. Über deine gewählte Base bestimmst du, ob das fertige Liquid eher dünnflüssig oder VG-lastig wird. Außerdem lässt sich die Nikotinstärke flexibler planen als bei vielen Shortfills, solange du sauber rechnest und die gesetzlichen Grenzen der Shots beachtest.

Der Nachteil: Du musst sorgfältiger arbeiten. Beim Longfill reicht es nicht, „irgendwas“ aufzufüllen. Du brauchst die passende Endmenge, passende Base, eventuell Nikotinshots und einen Moment Ruhe beim Mischen.

Verwandte Begriffe wie Aroma Shot oder Aroma Shot 20/60 beschreiben ähnliche Konzepte: konzentriertes Aroma in einer größeren Flasche, die du mit Base und optional Nikotin ergänzt. Nicht jeder Hersteller nutzt die Begriffe gleich, also zählt am Ende immer die konkrete Angabe auf der Flasche.

Sind reine Aromen dasselbe wie Longfill?

Nein. Reine Aromen oder Flavor-Konzentrate sind noch eine Stufe freier. Sie kommen häufig in 10- oder 20-ml-Flaschen, sind hochkonzentriert und werden nach Dosierempfehlung mit PG/VG-Basis und optional Nikotin gemischt.

Diese Konzentrate dampfst du nicht pur. Die Dosierung wird meist in Prozent der Gesamtmenge angegeben. Als einfaches Rechenbeispiel aus der Recherche: Für 50 ml Endmenge mit 6 Prozent Aroma wären etwa 3 ml Aroma nötig, weil 50 ml geteilt durch 100 mal 6 genau 3 ml ergibt.

Das klingt trocken, ist aber der Punkt, an dem DIY-Mischen sauber oder chaotisch wird. Zu wenig Aroma schmeckt flach, zu viel kann schnell überladen wirken. Wenn Nikotinshots dazukommen, arbeite sorgfältig; beim Umgang mit Nikotinshots werden häufig Handschuhe empfohlen.

Muss Liquid nach dem Mischen reifen?

Fertigliquids sind meist direkt nutzbar. Bei Shortfills, Longfills und selbst gemischten Aromen kann Reifezeit eine Rolle spielen. Gemeint ist die Zeit, in der sich Aroma, Base und gegebenenfalls Nikotin nach dem Schütteln geschmacklich verbinden.

Je nach Aroma kann Reifezeit eine Rolle spielen; lies die Herstellerangabe und teste zunächst kleine Mengen.

Das ist keine Magie, eher Küchenlogik im Mini-Format. Frisch gemischt kann ein Liquid kantig wirken; nach ein paar Tagen kann es harmonischer schmecken. Trotzdem gilt: Herstellerangabe lesen, sauber schütteln, dann mit kleinen Mengen testen.

Welche Liquid-Art passt zu welchem Gerät?

Für kleine MTL-Geräte — MTL bedeutet „Mouth to Lung“, also erst in den Mund ziehen und dann inhalieren — passen häufig dünnere Liquids wie 50/50 besser. Viele Fertigliquids sind auf eine breite Gerätebasis ausgelegt und deshalb für Einsteiger-Setups oft leichter einzuschätzen.

DL bedeutet „Direct Lung“, also direkter Zug in die Lunge. Dafür werden häufig Setups genutzt, die mit VG-lastigeren Liquids klarkommen. VG-lastige Shortfills tauchen in diesem Bereich oft auf, weil sie dickflüssiger sind und dichter dampfen.

Longfills sitzen dazwischen, weil du über die Base steuerst. Du kannst eher 50/50 für ein moderates MTL-Setup anpeilen oder VG-lastiger mischen, wenn dein Gerät damit klarkommt.

Welche Regeln prägen die Liquid-Formate?

Stand: Juli 2026

Für nikotinhaltige Liquids gelten in Europa klare Grenzen: maximal 10 ml Flascheninhalt und maximal 20 mg/ml Nikotin. Deshalb siehst du große Flaschen wie Shortfills und Longfills in der Regel nikotinfrei. Nikotin kommt erst über separate Shots dazu.

Für deine Auswahl am Regal heißt das vor allem: Die Formate unterscheiden sich nicht nur geschmacklich, sondern auch durch Regulierung, Verpackung und Mischlogik. Das ist keine Rechtsberatung, sondern die praktische Einordnung für den Alltag.

Was empfehlen wir am Tresen?

Wenn du schnell starten willst, nimm Fertigliquid. Wenn du ein DL-Setup nutzt und mit niedriger Nikotinstärke auskommst, kann Shortfill praktisch sein. Wenn du PG/VG, Nikotin und Endmenge bewusster steuern willst, ist Longfill spannender — aber nur, wenn du sauber mischst.

Reine Aromen lohnen sich vor allem, wenn du wirklich selbst rechnen und testen möchtest. Für viele Erwachsene ist das interessant, für den ersten Kontakt mit Liquids aber oft unnötig kompliziert. Das kannst du dir am Anfang ruhig sparen, wenn du einfach ein passendes Liquid für dein Gerät suchst.

Komm gern mit deinem Gerät, Pod oder Verdampfer bei SmokeFactory am Neumarkt 31 vorbei. Zeig uns dein Setup, sag uns, wie du ziehst und welche Nikotinstärke du aktuell nutzt oder vermeiden möchtest. Dann schauen wir ruhig zusammen, welches Format technisch zu deinem Gerät passt — ohne Druck und ohne Rätselraten.

Fertigliquid, Shortfill, Longfill & Aroma im Vergleich

FertigliquidShortfillLongfillAroma / Konzentrat
Nikotinfertig enthalten (bis 20 mg/ml, Flasche ≤ 10 ml)nikotinfrei, Shot separat auffüllennikotinfrei, Shot separat auffüllennikotinfrei, Nikotin optional beim Mischen
Mischaufwandkeiner – direkt dampfengering – Shot/Base auffüllen, schütteln (Shake & Vape)mittel – Base + optional Shot, sauber rechnenhoch – nach Prozent dosieren, Base + optional Shot
Preis pro mlTendenz am höchsten (kleine 10-ml-Fertigmenge)günstiger übers Endvolumengünstig – viel Endmenge aus wenig AromaTendenz am günstigsten pro ml Endliquid
Für wenEinsteiger, die sofort starten wollenDL-Setups mit niedriger Nikotinstärkewer PG/VG, Nikotin & Endmenge bewusst steuertDIY-Fans, die selbst rechnen und testen
// Unsere Empfehlung

Schnell und unkompliziert starten? Fertigliquid. DL-Setup mit niedriger Nikotinstärke? Shortfill. Volle Kontrolle über PG/VG und Nikotin? Longfill. Selbst rechnen und feinjustieren? Reine Aromen. Im Zweifel bring dein Gerät mit an den Tresen – wir rechnen die passende Mischung gemeinsam durch.

HÄUFIGE FRAGEN

Was ist der Unterschied zwischen Shortfill und Longfill?

Beim Shortfill ist die Flasche schon mit nikotinfreier Basis und Aroma weitgehend gefüllt. Du ergänzt meist nur Nikotinshot oder nikotinfreie Basis. Beim Longfill steckt nur eine kleinere Menge hochkonzentriertes Aroma in der Flasche; Base und optional Nikotin musst du selbst auffüllen.

Woran erkenne ich, ob ich nur Nikotinshot oder zusätzlich Base brauche?

Schau auf Füllmenge, Flaschengröße und Herstellerangabe. Steht zum Beispiel eine große Flasche mit wenig Aromainhalt vor dir, brauchst du bei Longfill zusätzlich Base und optional Nikotinshot. Ist die Flasche fast voll, geht es eher um Shortfill: auffüllen, schließen, schütteln, gegebenenfalls reifen lassen.

Wie viele Nikotinshots brauche ich für 3 mg/ml oder 6 mg/ml?

Das hängt von Endmenge, gewünschter Nikotinstärke und Stärke deiner Nikotinshots ab. Rechne das vor dem Mischen sauber aus und fülle nicht nach Gefühl auf. Wenn du unsicher bist, bring die Flasche und dein Gerät mit an den Tresen, dann gehen wir die Rechnung gemeinsam durch.

Wie lange muss ein Longfill oder selbst gemischtes Liquid reifen?

Häufig sind selbst gemischte Liquids nicht sofort rund im Geschmack. Je nach Aroma können einige Tage Reifezeit sinnvoll sein; entscheidend ist die Herstellerangabe.

Beratungsgespräch an der Verkaufstheke der SmokeFactory Köln am Neumarkt

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